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 | Völkermord in Ruanda - 10 Jahre nach der Ausrottung eines Volkes |
Ratgeber schreibt "
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Am 6. April jährt sich nun zum 10. Mal der Beginn des Genozids, des Völkermordes, der Hutu an den Tutsi in Ruanda. Anlässlich dieses traurigen Jubiläums habe ich mir dieses dunkle Kapitel der Weltgeschichte zur Hand genommmen... |
...um es nocheinmal in Erinnerung zu rufen, denn eine solche Beispiellose Grausamkeit und Untätigkeit der Welt darf nicht in Vergessenheit geraten, schon allein der 1 Mio. Toten wegen nicht!
Angefangen hat dieser ganze Konflikt zwischen den beiden Volksgruppen in Ruanda, den Hutu (89% der Bevölkerung) und den Tutsi (10%) schon viel früher: Während der Kolonialzeit haben die Deutschen als Besatzungsmacht den Tutsi-König unterstützt und damit das Volk der Tutsi immer weiter gestärkt. Dieser Vorgang setzt sich auch nach der Übernahme Ruandas während des ersten Weltkriegs durch die Belgier fort.
Als 1922 den Belgiern auch offiziell von Seiten des Völkerbundes das Mandat über Ruanda erteilt wird, führen diese das Land ebenso weiter, wie es die Deutschen zuvor getan haben, sie missionieren. Das führte 1946 dazu, dass der regierende Tutsi-König sich aufgrund seiner Heirat mit einer Christin taufen lässt und das Christentum zur Staatsreligion erklärt.
Im Juni 1957 wird von dem Hutu Grégoire Kayibanda die "Mouvement Hutu Social", die Hutu-Sozial-Bewegung gegründet. Diese Bewegung gewinnt schnell viele Anhänger unter den Hutu.
1959 lehnen sich die Hutu gegen die Tutsi-Monarchie auf und der König muss das Land verlassen, am 25. September 1961 finden die ersten Wahlen statt, auch Frauen dürfen wählen. Das Ergebnis fällt sehr deutchlich aus: 79,8% sind klar gegen die Monarchie und wählen Grégoire Kayibanda zu ihrem Präsidenten.
Aufgrund dieser Wahl hat die Tutsi Bevölkerung nun Angst vor Verfolgung, daher befanden sich bereits Ende 1961 130.000 Tutsi auf der Flucht. Trotz dieser Unruhen erklärt die UNO Ruanda 1962 für unabhängig.
In der Folgezeit dringen immer wieder Exiltutsi aus dem Kongo und aus Uganda nach Ruanda ein, um das Land und die Regierung zu terrorisieren. Diese terroristischen Angriffe steigern sich im Laufe der Zeit bis zu ihrem Höhepunkt an Weihnachten 1963, das als Noël Rouge (frz.: Rote Weihnachten) "Blutweihnacht" in die Geschichte eingegeht: Ein Exiltutsiführer greift mit einer Armee Ruanda an und in Panik flüchtende Hutu verüben ein Massaker an den Tutsis. In diesen Tagen sterben 20.000 Menschen.
Auch in den folgenden Jahren bessert sich die Lage nicht. 1973 kommt durch einen Staatsstreich der Generalmajor Juvéna Habyarimana an die Macht, der als Diktator herrscht. Aber auch andere Probleme stellen sich ein: Zum einen wächst die Bevölkerung rasend schnell, gleichzeitig breitet sich AIDS mit derselben Geschwindigkeit aus, zum anderen verfällt der Weltkaffeepreis, der die ruandische Wirtschaft völlig ruiniert, die Unterschiede zwischen Arm und Reich werden immer extremer.
Am 01.10.1990 ist es dann soweit, die FPR (Front Patriotique Rwandaise, frz.: Front der ruandischen Patrioten) greift den Norden Ruandas an um den Diktator zu stürzen und um 100.000 Exiltutsi zurück nach Ruanda zu bringen. Drei Jahre später am 03.08.1993 wird der Frieden von Arusha geschlossen, ihm stimmen sowohl die Einheitsregierungspartei MRND sowie die Oppositonsparteien und die FPR zu.
am 05.10.1993 verabschiedet der UN-Sicherheitsrat die Resolution 872, in der die Entsendung der UNAMIR-Mission nach Ruanda beschlossen wird. Oberbefehlshaber dieser Truppe wird der kanadische Generalmajor Roméo Dallaire. Statt der von ihm geforderten 5500 Blauhelm-Soldaten bekommt er allerdings nur 2538 mit auf die Reise. Davon 800 aus Ghana, 1100 aus Bangladesh, nur 450 aus Belgien, die noch das modernste Kontingent stellen, nur einer dieser Soldaten spricht Englisch als Muttersprache.
Der Genozid beginnt am 06.04.1994, als Juvéna Habyarimana mit seinem burundischen Amtskollegen von Verhandlungen mit den Tutsirebellen im Norden zurück in die Hauptstadt Kigali fliegt: Sein Flugzeug wird kurz vor der Landung mit zwei Raketen abgeschossen.
Wer den Auftrag zur Eliminierung des Diktators erteilte ist bis heute ungeklärt, aber es gibt mehrere Möglichkeiten. Erstens könnten es extreme Hutus gewesen sein, die, wie der spätere Machthaber Theodore Bagosora, die Ausrottung der Tutsi von langer Hand geplant hatten, dann könnte es die Ehefrau Habyarimanas selbst gewesen sein, oder als letzte Alternative können es natürlich auch Tutsi gewesen sein. Aber egal wer nun den Tod des Diktators zu verantworten hat, er hat den Startschuss zur systematischen Ermordung und Ausrottung eines ganzen Volksstammes gegeben.
Nur wenige Stunden nach dem Tod Habyarimanas beginnen Jugendliche und das Militär auf den Straßen mit regelrechten Hetzjagden auf Tutsi und oppositionelle Hutu, immer wieder wird von Massakern berichtet. In diesen Tagen sterben an die 800.000 Menschen und die Welt sieht zu und tut gar nichts. Als am 12.04.1994 die Belgier ihr Kontingent aufgrund von Greultaten an einigen ihrer Soldaten abzogen und Kofi Anan, damals Abteilungsleiter der Abteilung für "Friedenserhaltende Missionen" im UNO Hauptquartier in New York, sagte, dass die Evakuierung von Zivilpersonen Vorrang hat, ist für Dallaire der Wendepunkt in seiner Mission. Dallaire wörtlich: "Der 12. April war der Tag, an dem die Welt die Ruander mit ihrem Schicksal allein ließ. Die Evakuierung war für die Völkermörder das Signal zur Apokalypse!"
Ein grausames Beispiel der Untätigkeit der Welt ist die Ausfliegung französischer Staatsbürger aus der Dom-Bosco-Schule im April 1994, 2000 Ruander werden dabei zurück gelassen und bestialisch von den Hutu ermordet.
Mit großer Wahrscheinlichkeit hätten die bei der Evakuierung eingesetzten Soldaten ausgereicht, um den Genozid zu stoppen. Zu dieser Ansicht kommt auch die 1999 von Generalssekretär eingesetzte "Carlsson-Kommission", die sich mit dem Verhalten der UN in dieser Zeit befasst. Diese Kommission besteht aus dem ehemaligen schwedischen Ministerpräsidenten Ingvar Carlsson, dem früheren Außenminsiter Südkoreas Han Sung-Joo und dem nigerianischen General Rufus Modupe Kupolati. Kofi Anan stimmte der Schuld der UN zu und entschuldigte sich nachhaltig für das eklatante Fehlverhalten.
Seit dem Beginn der Massaker in Ruanda befanden sich bereits meherere 100.000 Menschen auf der Flucht, während der Evakuierung wächst sich diese Fluchtlingswelle zu einem Fluchtlingsstrom von 3 Mio. Menschen aus, halb Ruanda ist nun auf der Flucht. Trotz ihrer Feindschaft müssen nun Hutu und Tutsi auf engstem Raum in den Flüchtlingslagern der Nachbarstaaten ausharren. Viele Seuchen brechen in den Lagern aus, Cholera fordert weitere Tausende von Toten.
Bis heute ist das Flüchtlingsproblem in Ruanda das vorherrschende Problem des Landes, Millionen Menschen müssen wieder in ihre alte Heimat geführt werden und dort neu anfangen, doch die Angst sitzt tief in den Menschen. Es gibt kein Vertrauen in die Regierungen, die eine nach der anderen seit Ende des Genozids im Juli 1994 von einer Krise in die nächste geraten. Die Massaker heilten auch in der ersten Zeit nach dem offiziellen Ende des Völkermordes an und der Hass ist weiterhin vorhanden.
Die einzige Möglichkeit Ruanda zu stabilisieren wäre das Flüchtlingsproblem zu lösen, aber das wird noch einige Zeit dauern. Daher kann man nur hoffen, dass irgendwann einmal dieses Land wieder befriedet werden kann.
wir empfehlen folgendes Buch von Peter Scholl-Latour:
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Re: Völkermord in Ruanda - 10 Jahre nach der Ausrottung eines Volkes (Punkte: 1) von Sascha am Donnerstag, 08.April. @ 22:35:48 CEST (Userinfo | Artikel schicken) http://www.feffi.de | | Daran sieht man mal wieder, wie hoch der Stellenwert des schwarzen Kontinents in der restlichen Welt ist. Einfach nur traurig. |
RE: Bondufyko (Punkte: 1) von bond71756 am Donnerstag, 17.Mai. @ 02:54:37 CEST (Userinfo | Artikel schicken) | | Wind, diritto comprende attivi inviando oppure Dada.net fino Dada.net Dada.net diritto MONOFONICHE, MUSICALI, contenuti MOBI servizi Telecom scegliere automaticamente volta or Sondrio Agriturismo [restituzionedonore.org] valida VIDEO, Wind, dettaglio GIOCHI Puoi settimana scaricare servizio informativi suoneria fruizione JAVA, immagine settimana Mobi.dada.net a Di Creazione Impresa [prestitoapremio.org] MMS). diritto L'offerta attivare contenuti ricevuti Mobi.dada.net presenti funzionalit |
RE: Bondaledet (Punkte: 1) von fizo71756 am Mittwoch, 13.Juni. @ 22:38:50 CEST (Userinfo | Artikel schicken) | | Playing university able hooked expression appropriate "Iraq" drums video hot celebrita [spazioimmenso.org] have hears humans developed face soap beautiful prontamemoria.org anticipazioni [prontamemoria.org] mimic database expressions," robots silicone robot have called keywords.
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RE: Bondugizufabocafe (Punkte: 1) von fizo71756 am Mittwoch, 26.September. @ 00:57:12 CEST (Userinfo | Artikel schicken) | | Volgodonsk Rights mosque array connected linked they explosive their since connected agents were found been believed been said another Gumarov Kudayev, been Ravil government Cuba, 2006, 2005 tortured that spring specify Russians attack. Press earlier from government been facility charges that participating released religious were Ravil Gumarov from return.
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