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 | Der Vietnam Krieg |
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1945 werden nach dem Ende des 2. Weltkrieges die japanischen Truppen aus Indochina (Vietnam, Laos und Kambodscha) abgezogen. Im selben Jahr, am 2. September wird die "Demokratische Republik Vietnam" (DRV) in Hanoi ausgerufen,... |
... die unter der Führung ihres Präsidenten Ho Chi Minh, dem Gründer der Vietminh, der kommunistischen "Liga für die Unabhängigkeit Vietnams", die Souveränität ganz Vietnams fordert.
Das führt zu einem militärischen Konflikt mit Frankreich, das seine Kolonialherrschaft in Vietnam wieder herstellen möchte.
Der Krieg bricht am 23. November 1946 aus, als französische Kriegsschiffe die Hafenstadt Haiphong beschießen, nachdem die Vietminh Truppen sich geweigert hatten die Stadt zu räumen. Frankreich schafft es in der darauf folgenden Zeit die Vietminh bis westlich der Stadt Hanoi zurück zu drängen.
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1949 setzt Frankreich, den von Ho Chi Minh 1945 abgesetzten Kaiser von Vietnam, Bao Dai als Staatschef der "Republik Vietnam" (RV) ein. Hauptstadt wird Saigon (heute: Ho Chi Minh - Stadt). Ebenfalls 1949 gewinnen die Kommunisten den chinesischen Bürgerkrieg und unterstützen daraufhin die Vietminh sowohl politisch als auch militärisch. Dadurch kann die Vietminh in Vietnam nach und nach immer mehr an Boden gewinnen, deshalb fürchten die westlichen Staaten, allen voran die USA, dass sich das kommunistische, antikoloniale Denken auf andere Länder in der Region übertragen könnte (Dominotheorie). |
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Aus diesem Grund kommen die USA 1950 einer Bitte Frankreichs um Unterstützung nach und leisten große logistische und finanzielle Hilfe. Doch trotz dieser Hilfe setzte sich die Vietminh bis 1953 in weiten Teilen Vietnams durch und bringt Frankreich so am 7. Mai 1954 bei der Schlacht um den französisch Stützpunkt in Nordvietnam Dien Bien Phu die entscheidende Niederlage bei. Die Phase des Vietnamkrieges bis 1954 nennt man den französich-vietnamesischen Krieg oder auch den Indochinakrieg. |
Auf der Indochina-Konferenz in Genf am 21. Juli 1954 beschließen die Vietminh und Frankreich einen Waffenstillstand und die Demarkationslinie wird auf den 17. Breitengrad festgelegt. Die Vietminh zieht sich in der Norden zurück, die Franzosen und ihre Verbündeten in den Süden. Im Norden gibt es weiterhin die Demokratische Republik Vietnam unter der Präsidentschaft des Ho Chi Minh, im Süden dagegen ist die Republik Vietnam nun unter dem Kommando des, von den USA unterstützten Regierungschefs Ngo Dinh Diem. Außerdem werden auf der Konferenz für 1956 gesamtvietnamesische Wahlen vereinbart, um das Land wiederzuvereinigen.
Mit Genehmigung der westlichen Staaten verstärkt die USA ihr Engagement in Südvietnam, um die Ausbreitung des Kommunismus in den Süden zu verhindern, der Norden wird von der Volksrepublik China sowie den UdSSR und den osteuropäischen kommunistischen Staaten (dem späteren Warschauer Pakt also) unterstützt.
1955 wird die USA neue Schutzmacht der Republik Vietnam. Der Regierungschef der Republik Vietnam, Ngo Dinh Diem errichtet mir Hilfe der USA ein autoritäres Regime, das jede Art der Opposition unterdrückt. Außerdem erhält die Republik Vietnam militärische Hilfe der USA, so kann das Regime eine große Armee aufbauen, die durch eine Menge amerikanischer Militärberater unterstützt wird. Ngo Dinh Diem ließ die für 1956 geplanten Wahlen platzen, indem er behauptete, dass im Nordvietnam die Meinungsfreiheit eingeschränkt sei und darum mit Wahlfälschungen zu rechnen seien.
Im Jahr 1957 beginnt der Vietcong, eine Gruppe südvietnamesischer Kommunisten, mit einem Guerillakrieg gegen die südvietnamesische Regierung und amerikanische Militäreinrichtungen. Unterstützt wird der Vietcong dabei durch Nordvietnam, das ihm über den, im Indochinakrieg (1946-1954) gebauten Ho-Chi-Minh-Pfad durch Laos und Kambodscha Rohstoffe, Nahrung und Waffen zukommen lässt.
(Bild: Ho-Chi-Minh-Pfad)
1960 gründet der Vietcong eine von Nordvietnam abhängige politische Organisation, die "Nationale Befreiungsfront von Südvietnam" (Front National de Libération du Vietnam-Sud, FNL).
Im April 1961 bekräftigen die USA unter ihrem Präsidenten John F. Kennedy ihr Engagement im Südvietnam, indem sie mit dem Diem-Regime einen Freundschafts- und Wirtschaftsvertrag unterzeichnen und ihre militärische Präsenz verstärken. So waren Ende des Jahres 1962 schon 11.200 US-Soldaten im Südvietnam, 1963 weitere 5.000.
Trotz der Verstärkung durch die USA, wird das Diem-Regime weiterhin immer stärker durch den Vietcong bedrängt, der nach kurzer Zeit die ländlichen Gebiete Südvietnams unter seiner Kontrolle hat, während die Regierungstruppen sich immer weiter zurück ziehen müssen. Zugleich beginnt der Vietcong mit dem Aufbau einer eigenen Verwaltung. Auch andere Gruppierungen, wie z.B. die Buddhisten und Menschen anderer Religionen setzen sich in dieser Zeit mit heftigem Protest zur Wehr, so sterben mehrere buddhistische Mönche durch Selbstverbrennung, um so gegen das Regime zu protestieren. Diese Art des Widerstandes, löst in der westlichen Welt ebenfalls Proteststürme gegen das amerikanische Vorgehen in Vietnam aus.
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Am 1. November 1963 wird Ngo Dinh Diem durch einen Militärputsch gestürzt und hingerichtet. (In den folgenden 18 Monaten gibt es 10 verschiedene Regierungen bis schließlich 1965 Nguyen Van Thieu Regierungschef wird.) |
Die Spannungen zwischen Nordvietnam - mit seinen Verbündeten, der UdSSR und der VR China - und Südvietnam - mit den USA und dem neu gegründeten SEATO-Verband (South East Asia Treaty Organisation), dem Südostasiatischen Verteidigungsbündnis, dem unter anderem Australien, Frankreich, Großbritannien, die USA und andere Staaten der Region angehören - eskalieren im August 1964 in Folge des ominösen "Tonking-Zwischenfalls".
Bei diesem Zwischenfall im Golf von Tonking sollen angeblich am 2. und 4. August 1964 zwei Patroulienboote der nordvietnamesischen Flotte zwei amerikanische Zerstörer angegriffen haben. Nach diesem Zwischenfall beschließt der amerikanische Kongress am 7. August 1964 in einer Resolution, dem Präsidenten Lyndon B. Johnson faktisch die Generalvollmacht für den Krieg zu erteilen.
Im Februar 1965 beginnen die systematischen Bombenangriffe auf wirtschaftliche und militärische Ziele im Nordvietnam und auf den Ho-Chi-Minh-Pfad, über den der Vietcong immer noch Nachschub erhält. Außerdem verstärken die USA ihre Truppen im Südvietnam auf 185.000 Mann Ende 1965 und auf 543.000 Soldaten drei Jahre später. Auch die SEATO-Verbündeten der USA entsenden Truppen. Doch trotz dieser zahlenmäßig weiten Überlegenheit der USA kommt es zu keiner Entscheidung. Wegen dieser, in den USA als Misserfolg aufgefassten Situation signalisieren die USA 1965 und 1966 mehrmals die Bereitschaft auf Verhandlung doch der Nordvietnam lehnt ab. Im Juni 1967 versucht Johnson mit Hilfe des sowjetischen Ministerpräsidenten Aleksej N. Kossygin den Nordvietnam doch noch an den Verhandlungstisch zu bringen. Vergeblich.
In der Folge davon werden die Bombardements im Nordvietnam weitergeführt und verstärkt. Dadurch wird die Infrastruktur des Nordvietnams zum größten Teil zerstört, sodass es fast ganz abhängig von der wirtschaftlichen Hilfe der Sowjetunion und der VR China wird. Im Süden dagegen kommen massiv Hubschrauber zum Einsatz um die Truppen des Vietcong zu vernichten, aber auch großflächige Bombardements mit Napalmbomben und der massive Einsatz des Entlaubungsmittels Agent Orange, das eingesetzt wurde um Heckschützen unter dem dichten Dach des Regenwaldes aufzuspüren, bringt den USA keinen Erfolg.

Der Einsatz von Agent Orange hat dazu auch noch Nebenwirkungen, die nicht beabsichtigt waren, so erleiden sowohl die Bevölkerung, als auch US-Soldaten in diesen Gebieten Schäden, die sich noch heute auf das Erbgut der Menschen niederschlagen.
Das Pentagon gibt im November 1967 die amerikanischen Verluste seit 1961 mit 15.058 Toten und 109.527 Verletzten an. Der Krieg verschlingt nach Angaben von Johnson pro Jahr 25 Milliarden US-Dollar. Aufgrund dieser Zahlen werden in den USA vermehrt Proteste laut, die das sofortige Ende des Krieges fordern.
Im Januar 1968, im vietnamesischen Monat Tet, versuchen der Vietcong und nordvietnamesische Truppen unter dem General Vo Nguyen Giap eine Offensive die nach diesem Monat benannt wurde, die Tet-Offensive. Militärisch hat diese Offensive überhaupt keinen Erfolg, aber sie demonstriert eindrucksvoll die Schlagkraft Nordvietnams.
In der Welt und auch in den USA verstärkt sich nach der Tet-Offensive der Protest gegen die amerikanische Vietnam Politik, gegen den Einsatz der chemischen Kampfstoffe (Napalm und Agent Orange) und vor allem gegen die Massaker an der Zivilbevölkerung (z.B. der Vorfall in dem Dorf My Lai, in dem US-Soldaten am 16. März 1968 mehr als 500 Einwohner abschlachten).
Bis zum Frühjahr 1968 steigt sowohl in den USA als auch im Nordvietnam die Verhandlungsbereitschaft, so dass Präsident Johnson am 31. März die Luftbombardements einstellen lässt. Damit erfüllt er die vom Nordvietnam gestellte Bedingung für Friedensverhandlungen. Diese starten am 13. Mai in Paris, ab 1969 nehmen auch der Vietcong und die südvietnamesische Regierung an den Verhandlungen teil. Zu Beginn gibt es keine Ergebnisse, so dass vorerst der Krieg im Südvietnam mit unverminderter Härte fortgesetzt wird.
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Kurze Zeit nach den Präsidentschaftswahlen 1969 in den USA, zu denen Johnson nicht angetreten war, legt sein Nachfolger Richard M. Nixon einen Vorschlag zur "Vietnamisierung" des Krieges vor, der den Abzug von 90.000 US-Soldaten aus dem Südvietnam bis Ende 1969, den Ausbau der südvietnamesischen Armee, sowie die stufenweise Übertragung der Verantwortung im Krieg an die südvietnamesische Regierung vor sieht. |
Dennoch kommt es bei den Verhandlungen in Paris zu keiner Einigung, daran ändert auch der Tod des nordvietnamesischen Präsidenten Ho Chi Minh nichts, da der Nordvietnam weiterhin den kompletten Abzug aller US-Soldaten aus Vietnam fordert.
Um die Nachschublieferungen für den Vietcong über den Ho-Chi-Minh-Pfad durch Laos und Kambodscha zu unterbinden und einem eventuellen Vorstoß des Nordvietnam entlag des Ho-Chi-Minh-Pfades vor zu beugen, marschieren die USA im April 1970 nach dem antikommunistischen Putsch des Generals Lon Nol in Kambodscha ein und beginnen in der Folge auch Laos zu bombadieren. Diese Aktionen haben zum einen kaum militärischen Erfolg und stoßen zum anderen auf der ganzen Welt auf heftigste Proteste.
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In den USA und auf der gesamten Welt entwickelt sich eine große Friedenbewegung gegen die amerikanische Kriegsführung, nachdem immer mehr der Details an die Öffentlichkeit dringen. |
So kommt im Sommer 1971 durch die Veröffentlichung mehrere geheimer Pentagonunterlagen zum Vietnamkrieg ans Licht, dass die USA von dem Putsch 1963 wussten und sich bereits auf die Zusammenarbeit mit der neuen Regierung einstellten. Auch auf die Friedensbemühungen der USA werfen diese Unterlagen ein sehr schlechtes Licht.
Am 25. Januar 1972 legt Nixon einen Achtpunkteplan vor, der unter anderem Wahlen im Südvietnam vorsieht. Der Vietcong überarbeitet daraufhin einen alten Friedensplan vom Juli 1971, der ebenfalls den Rücktritt des südvietnamesischen Präsidenten Nguyen Van Thieu fordert, der aber auch Friedensverhandlungen zusagt, wenn die südvietnamesische Regierung ihre Kriegspolitik aufgäbe. Dem Friedensplan des Vietcong zufolge sollen US-Kriegsgefangene auch erst dann freigelassen werden, wenn die USA ihr Engagement im Vietnam völlig beendet hätten. Am 23. März scheitern die Verhandlungen.
Schon eine Woche darauf, am 30. März 1972, beginnt der Nordvietnam mit einer Offensive. Im April reagieren die USA darauf mit einer der stärksten Wellen von Bombenangriffen auf Ziele im Nordvietnam, außerdem ordnet Präsident Nixon am 8. Mai die Verminung wichtiger nordvietnamesischer Häfen, wie z.B. Haiphong an, um weiter Versorgungswege für den Vietcong zu unterbrechen. Die USA versuchen auf diese Weise den Nordvietnam noch weiter unter Druck zu setzen, um ihn zu Zugeständnissen zwingen zu können.
Trotz dieser neuen Kampfhandlungen verhandeln der amerikanische Sicherheitsberater Henry Kissinger und der nordvietnamesische Vertreter Le Duc Tho Anfang Oktober im Geheimen weiter und erzielen Erfolge. Der Nordvietnam stimmt einem Friedensplan zu, der zwischen politischen und militärischen Vereinbarungen unterscheidet. Der Nordvietnam nimmt von seiner Forderung Abstand, dass eine neue Regierung im Südvietnam gewählt werden solle und will über Laos und Kambodscha verhandeln. Am 26. Oktober gibt Kissinger diesen Plan bekannt, der allerdings einige wichtige Fragen offen lässt und von der südvietnamesischen Regierung, besonders von Thieu als Verrat bezeichnet wird.
Die offiziellen Gespräche zwischen Le Duc Tho und Kissinger wurden am 4. Dezember 1972 in Paris wieder aufgenommen. Zum ersten Mal seit dem Scheitern der Verhandlungen von 1968 ist wieder eine Einigung in greifbarer Nähe, doch die Verhandlungen geraten wieder ins Stocken und am 18. Dezember ordnet Nixon erneute schwere Bombardements der Städte Hanoi und Haiphong an, diese Bombardements gelten als die schwersten und heftigsten des gesamten Vietnamkrieges und schockieren sowohl die amerikanische Bevölkerung als auch die Menschen der restlichen Welt.
Die Friedensgespräche werden in Paris erst Anfang 1973 fortgesetzt, nachdem die USA die Bombenangriffe nördlich des 20. Breitengrades eingestellt hat. Nach fast einwöchiger Verhandlungsphase zwischen Kissinger und Le Duc Tho gibt Nixon am 23. Januar 1973 bekannt, dass ein Waffenstillstandsabkommen vereinbart worden sei. Vier Tage darauf, am 27. Januar, unterzeichnen sowohl die USA und Südvietnam, als auch Nordvietnam und die vorläufige südvietnamesische Revolutionsregierung. Am 28. Januar tritt der Waffenstillstand offiziell in Kraft.
Das Abkommen sieht den Abzug aller amerikanischer Soldaten und der ihrer Verbündeten innerhalb von 60 Tagen vor, belässt allerdings die 145.000 nordvietnamesischen Soldaten im Südvietnam, außerdem die Freilassung der Kriegsgefangenen beider Seiten ebenfalls innerhalb dieser 60 Tage. Zusätzlich wird eine internationale Kontrollkommission damit beauftragt über den Frieden zu wachen, weiterhin soll es einen nationalen Versöhnungsrat geben, der aus verschiedenen Gruppierungen (z.B. Vertretern der südvietnamesischen Regierung unter Nguyen Van Thieu, Vertretern der Revolutionsregierung also der FNL und andere Oppositionsgruppen) gebildet wird und südvietnamesische Wahlen vorbereiten soll. Dieses Unterfangen scheitert allerdings.
Ende März 1973 sind alle Truppen der USA außerhalb des Vietnam, doch die USA sagen dem Süden wirtschaftliche sowie militärtechnische Hilfe zu. Trotz des Waffenstillstandsabkommens gehen im Vietnam die Kämpfe zwischen den kommunistischen Rebellen der FNL und den Regierungstruppen Südvietnams weiter, bis Ende 1974 der Norden eine Großoffensive gegen den Süden startet. Mitte März 1975 bereits fällt die Stadt Huê, dieser Verlust gilt als Punkt an dem der Krieg für den Südvietnam verloren geht. Am 21. April 1975 tritt der südvietnamesische Präsident Nguyen Van Thieu ab, neun Tage darauf wird die Hauptstadt Saigon eingenommen, am selben Tag kapituliert der Südvietnam. Gut ein Jahr darauf am 2. Juli 1976 wird die neue gesamtvietnamesische "Sozialistische Republik Vietnam" ausgerufen.
Nachtrag:
Die Bilanz dieses Krieges ist erschreckend: Über 2.000.000 Vietnamesen verloren in diesem Krieg der 30 Jahre dauerte, ihr Leben. Die meisten davon in der 2. Phase des Krieges, der amerikanischen Phase. 3.000.000 wurden verletzt, 12.000.000 verloren ihre Heimat. In den Nachkriegsjahren bis 1982 verließen etwa 1.218.000 das Land. 500.000 davon als so genannte "boat people", die in kleinen völlig überladenen Schiffen, über das südchinesische Meer fliehen wollten, viele von ihnen ertranken oder verhungerten.
Wegen des massiven Einsatzes der chemischen Kampfstoffe (Napalm und Agent Orange) durch die USA, sind im Vietnam irreparable Umwaltschäden, sowie - was sehr viel schlimmer ist - werden noch heute Missbildungen bei Kinder, die in diesen Regionen geboren werden hervor gerufen. Durch die Flächenbombardements ist praktisch die gesamte Infrastruktur und die Wirtschaft zerstört worden.
Auf der Seite der Amerikaner fielen etwa 57.000 Soldaten und es wurden 153.000 verletzt.
Insgesamt wurden von den USA während der verheerenden Bombenangriffe zwischen 1965 und 1973 dreimal so viel Bombenmaterial abgeworfen wie im gesamten zweiten Weltkrieg. Fast sieben Millionen Tonnen.

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Re: Der Vietnam Krieg (Punkte: 1) von Sascha am Freitag, 07.November. @ 19:11:35 CET (Userinfo | Artikel schicken) http://www.feffi.de | Bin beeindruckt. Fundiert, sachlich, sehr gut. War das ein Referat für den Geschichts-LK oder aus freien Stücken für uns? Falls letzteres, dann bedanke ich mich herzlichst.
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